Črtomir Frelih

Črtomir Frelih wurde am 20. August 1960 in Nomenj – Bohinj, in Slowenien geboren. Diplom an der Akademie für Bildende Kunst (ALU) in Ljubljana im Jahr 1985; Spezialisierung in Druckgrafik, 1990; Magisterstudium Didaktik der Kunstpädagogik, 1997. Er ist Professor für Druckgrafik an der Pädagogischen Fakultät der Universität Ljubljana. Er ist Autor mehrerer Fachartikel auf dem Gebiet der Kunsttheorie und Kunstpädagogik. Er hat eine Reihe neuer technischer Ansätze für Kunstgrafiken entwickelt, insbesondere im Bereich Tiefdruck und Kollagraphie. Er erhielt mehrere Auszeichnungen und Anerkennungen im In- und Ausland; Auswahl aus den letzten Jahren:

2010 – Anerkennung auf der 8. World Graphic Triennale, Chamalières, Frankreich,
2012 – Anerkennung für die höchste Qualität auf der 8. Internationalen Biennale der Zeichnungen, Plzen, Tschechische Republik, 2015 – Preis bei der 18. Biennale für Grafik in Varna, Bulgarien,
2016 – Staatspreis Preis für herausragende Leistungen im Bereich der Hochschulbildung,
2016 – Preis "Osten" auf der Internationalen Biennale der Zeichnungen in Skopje, Mazedonien.

Als eingeladener Autor nahm er oft an internationalen Grafikausstellungen teil, zuletzt an der Triennale in Sofia (2014), an der 8. graphischen Ausstellung in Cremona, Italien (2015) und an der Di Carta / Papermade, Internationalen Biennale in Schio, Italien (2017).

"Als Professor für Kunsterziehung an der Pädagogischen Fakultät der Universität Ljubljana bemüht sich Črtomir Frelih schon allein berufsbedingt darum, treffende künstlerische Ausdrucksformen zu finden und in der Druckgraphik technische Methoden zu entwickeln, die in ihrem Zusammenwirken ermöglichen, effizient herstellbare und wirksame Bilder zu gestalten. Das seit einigen Jahren wichtigste Bildsymbol für Frelih ist der Fuchs, seine bevorzugte Methode die Kollagraphie, eine der Radierung verwandte Methode. In Frelihs Blättern eilen Füchse einzeln oder in Formation dahin, umgeben von kurzen Schriftzeichen oder Wörtern oder Bildkürzeln, wie dem charakteristischen dreiköpfigen Berggipfel, dem Triglav, dem slowenischen Wappenberg. Witzig, zynisch, provokant wirken die comichaften Zeichen, die nie eindeutig sind, sondern immer Denk-Variationen nahelegen, beunruhigen und verwirren. Insofern sind Frelihs Kollagraphien Trainingsstunden für den Umgang mit der Vielfalt der Nachrichten- und Zeitungsbilder."

Prof. Philipp Maurer