Helga Palasser

Werke der in Kärnten lebenden Bildhauerin und Keramikerin (geb. 1965) kennt man in Afrika, Asien und weiten Teilen Europas, denn sie ist immer wieder gern gesehener Gast bei internationalen Bildhauersymposien. Sie startete ihre künstlerische Ausbildung mit einer Bildhauerlehre in Bad Kleinkirchheim, arbeitete mit Holz und Stein und erlernte verschiedene Abgusstechniken bei Matt Welter in Kalifornien. In ihrem Atelier über Pörtschach - mit Blick auf den Wörthersee - entstehen eindrucksvolle Steinskulpturen und fragile Tonarbeiten, die in ihrer Formensprachen von vielen Auslandsreisen und einer intensiven künstlerischen Beschäftigung mit fremden Kulturen erzählen.

Während eines Masterstudiums für Kulturproduktion in Salzburg war dieses interkulturelle Interesse schließlich ausschlaggebend für das Projekt „Stone Diary“, das einen internationalen Dialog durch Förderung künstlerischer Aktivitäten zum Ziel hatte. Das erste interkulturelle Symposium mit dem Thema „Faces und Places“ hat 2012 in Chitungwiza/Zimbabwe stattgefunden und ist im „Stone Diary 1“ dokumentiert. „Stone Diary 2“ berichtet über die Geschichte der Entstehung einer Außenskulptur für ein Friedenszentrum in Jumla/ Nepal im Jahr 2014 (Informationen zu den Projekten finden sich auf www.palassart.com) Helga Palassers Arbeiten verbinden auf einzigartige Weise technisches Können und Experimentierlust, mit einer ganz eigenen unverwechselbaren - nahezu archaischen - künstlerischen Handschrift. Sie sind Ausdruck der Freude mit BildhauerInnen aus anderen Ländern und Kulturen zusammen zu arbeiten und damit einem sinnvollen Beitrag für ein friedliches Miteinander zu leisten.

Ulli Sturm