Jürgen Ceplak

Jürgen Ceplak (geb. 8. August 1968) philosophiert gerne über das Leben und die Dinge, der er um sich wahrnimmt. Er textet und zeichnet im Atelier de La Tour. In den letzten Jahren hat sich Ceplak vermehrt dem Zeichnen mit Tuschstift zugewandt. Eine weitere von ihm bevorzugte Technik ist der aufwendige „verlorene Fardruck“, wobei er zuweilen mit Text und Bild arbeitet. In seinen Schwarz-Weiß Zeichnungen mit Tuschstift erzeugt Jürgen Ceplak häufig im Nebeneinander von filigranen Strichen und schwarzen Flächen Abwechslung und Spannung im Bild. Immer wieder kommen in seinen Bildern verschiedene Variationen von spitzen Auskragungen, Schachbrettmustern, Netzgebilden, Zebrastreifen vor.

Ein rätselhafter Mann

Ich bin so rätselhaft,
heute ist kein guter Tag.
Die Nacht war schon stürmisch,
der Traum war schlecht.
Und so ist der Tag ein bisschen rätselhaft.

Vielleicht kann ich mein Gehirn nicht ausschalten,
zu viele Gedanken schwirren herum,
die Unruhe ist groß.
Ich muss den Tag wieder ordnen.
Heute bin ich rätselhaft.

Ich kann ein bisschen Musik hören,
oder mich hinlegen und ausrasten,
oder ich lies wieder mal ein Buch.
Das Problem kann man erlösen, wenn einer zuhört.
Mir geht es besser.
Und trotzdem bin ich rätselhaft.

Jürgen Ceplak

© Diakonie-Stiftung de La Tour